//Warum bist du Physiotherapeut geworden?

Warum bist du Physiotherapeut geworden?

Warum bist Du Physiotherapeut/in geworden?

Hast Du diese Frage für Dich schon mal richtig reflektiert? Ist es nur das „Helfen wollen“ oder ist eigentlich doch viel mehr? Noch keine Selbstreflektion gemacht? Dann wird es jetzt Zeit!

Selbstreflektion starten

Nehme Dir 5 Minuten Zeit für diese Übung. Schließe gleich die Augen und stelle Dir vor, was deine Patienten machen, wenn Du sie „geheilt“ oder austherapiert hast. Versuche dieses Kopfvideo genau festzuhalten. Stelle Dir die Gesichter der Patienten vor: Lachen Sie? Sind sie eher fröhlich oder eher traurig betrübt? Was machen deine Patienten? Sitzen Sie auf dem Sofa oder bewegen Sie sich? Laufen Sie Ihren Enkelkindern hinterher oder kann dein Hemipatient wieder mit seiner Frau einen Stadtbummel machen?

Brenne Dir das Video genau ein. Das hilft Dir immer dann, wenn der Job gerade Scheiße ist. Patienten Dich ärgern oder das System Dir wieder mal Steine in den Weg geworfen hat.

Wie ist deine Video? Ich wette mit Dir, dass die Menschen eher fröhlich sind, sich bewegen. Du hast Ihnen zurück in die Aktivität verholfen. Wenn man es so will: Zurück ins Leben.

die gesundheitstrainer haben einen sehr ähnlichen Prozess durchlaufen. Wir haben es geschafft unser Kopfkino in einen einzigen Satz zu fassen. Ein Satz, der unseren fernen Punkt also Ziel am Horizont am besten beschreibt.

Ich weiß genau was jetzt kommt: jaaaa.. das ist doch etwas unrealistisch! Stimmt! Eine Vision muss ein wenig unrealistisch sein. Wäre sie das nicht, dann wäre es ja ein Ziel, was man in 2 Jahren erreichen könnte. Eine Vision ist immer ein Idealbild, an dem man sich hochziehen kann. Zu einer Vision schaut man immer hinauf oder in die Ferne, aber niemals vor die Füße.

Ein Beispiel: Bill Gates hatte 1975 mit Microsoft die folgende Vision: „Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause.“ Stell Dir mal vor: 1975 hat ein PC so viel gekostet wie ein Mittelklassewagen. Es war völlig abwegig, dass so ein teures Ding in jedem Haus der Welt stehen würde! Es war ja kaum besser als ein Taschenrechner, und unendlich langsam.
Und heute? Die Vision ist übertroffen worden. Dein Handy, was Du nicht auf dem Schreibtisch stehen hast, sondern jeden Tag mit in der Hosentasche durch die Gegen trägst, hat die 234-fache Leistung von unseren ersten PC 1989.

Was will ich damit sagen? Deine Vision von deiner Arbeit ist ein wenig Utopia. Deine Vision ist ein wenig hoch gehängt, aber das muss sie auch sein, sonst siehst Du Sie nicht, wenn es gerade mal wieder nicht so rund läuft. Wichtig ist, dass Du darauf zusteuerst.

Aber wie kommt man da eigentlich hin?

Dein Weg zur Vision: Die Mission

Du hast Utopia im Kopf. Ein Video von aktiven, freudigen und agilen Menschen denen Du dazu verholfen hast. Aber verdammt noch mal, wie kommt man da hin?

Ein BMW landete gestern Nachmittag auf einem Acker.

Quelle: https://www.blick.ch

Die Mission ist quasi die Straße zu deiner Vision. Sie ist der Weg den du beschreitest, wenn Du deine Vision erreichen willst.
Ganz sicher ist der Weg nicht gerade und hält ein paar überraschende Kurven für Dich parat die du noch gar nicht sehen kannst. Vor 10 Jahren hätte kein Praxisinhaber auch nur davon geträumt vor den Herausforderungen eines akuten Fachkräftemangels zu stehen.  Nach vor 5 Jahren galt die Manuelle Therapie als der Heilige Gral der Physiotherapie. Und was verrät uns jetzt die Studienlage? Wir müssen wieder mehr turnen, damit die Patienten noch schneller fit und aktiv werden. FU§$% .. was ist denn jetzt mit meinen schönen Hands-On Techniken?

Genau das sind die Kurven die ich meine. Die tauchen mehr oder weniger unvermittelt vor einem auf. Was macht man jetzt? Es gibt nur eine richtige Möglichkeit: Gas wegnehmen, Lenkrad einschlagen und mit Speed durch die Kurven ziehen und auf seinem Weg bleiben. Machst Du das nicht, ereilt Dich das Schicksal: Du landest im Acker. Dein Festhalten an dem Weg wirft dich aus dem Spiel und deine Vision wirst Du nicht mehr erreichen können.

Unsere Mission haben wir auf ein einziges Wort subsumiert. Ein Wort beschreibt den Weg der gesundheitstrainer. Das ist so schlank, dass wir jede Kurve meistern können, ohne dass wir auch nur runterschalten müssten.

Was ist mit Dir? Bist du noch auf deiner Mission hin zu deiner Vision? Hast Du ein paar Kurven übersprungen und hoppelst gerade über den Acker, siehst aber die Straße noch? Dann jetzt nicht stehen bleiben! Sonst kommst du nicht mehr aus dem Matsch. Straße anpeilen und weiter darauf zu halten.
Stehst Du erst mal wieder auf Straße, geht es wieder weiter. Versprochen!

Resümee

Ja! Es lohnt sich 15 Minuten Zeit zu investieren und sich mal wieder Gedanken darüber zu machen, warum Du diesen Job mache und wie Deine Straße aussieht.
Wenn Du das gemacht hast, dann fasse es in Worte. Keine Angst: Vermutlich wirst du noch ein wenig daran rumschrauben – haben wir auch gemacht. Aber es lohnt sich, wenn man weiß warum man etwas macht und wie man es macht.
Wichtig: Man braucht auch das richtige (Arbeits-)Umfeld dafür. Aber auch dafür ist die Reflektion auf deine Vision und Mission hilfreich. Man erlangt Klarheit, ob das Arbeitsumfeld auf der Straße liegt, oder in der Kurve steht 😉

Achso: Unsere Vision und Mission möchte ich Dir nicht vorenthalten. Wir sind ganz schön stolz darauf 😀

Von |2018-06-01T13:52:36+00:00Juni 1st, 2018|bB.Blog|0 Kommentare

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